Wer viel sitzt, kennt es sicherlich: Am Ende eines langen Arbeitstages fühlst Du Dich wie gerädert. Da zieht es im Nacken, da drückt der Kopf, und unten spannt Dein Rücken. Doch das muss nicht sein! "Dynamisch sitzen" hilft.
Dynamisch sitzen, das heißt nicht, dass Du Dich unbedingt geradehalten musst, wie es irgendwelche strengen Lehrer vielleicht manchmal fordern. Du musst Dich also nicht ständig in irgendwelche Positionen hieven, die Du nicht gemütlich findest. Wichtig ist, dass Du in den ungünstigen Positionen nicht zu lange verharrst.
Dynamisches Sitzen heißt, einfach alle paar Minuten mal die Position zu ändern. Mal kerzengerade sitzen, mal auf dem Stuhl nach vorne rutschen, sich mit den Armen an den Stuhllehnen oder auf dem Arbeitstisch abstützen und auch mal in den Stuhl „reinlümmeln“...
Auf den Seiten über den Rücken kannst Du nachlesen, dass die Bandscheiben zwischen den Wirbeln Deiner Wirbelsäule sich nicht gut ernähren können, wenn sie lange mit viel Druck ausgepresst werden. Durch die ständige Änderung der Sitzposition gibst Du ihnen Gelegenheit, sich öfters mal vollzusaugen.
Was man vermeiden sollte...
Auf keinen Fall solltest Du jedoch lange unbeweglich dasitzen, und das auch noch in vorgebeugter Haltung mit einem klassischen Rundrücken (siehe Bild). Der Druck auf die Bandscheiben ist dann nämlich nicht mehr gleichmäßig verteilt. Vielmehr wird die Bandscheibe auf einer Seite mit sehr hohem Druck zusammengepresst. Dadurch wird der Kern der Bandscheibe nach hinten in Richtung Rücken gedrückt und kann irgendwann die ihn umgebenden Faserringe durchbrechen, vor allem wenn sie schlecht ernährt und deshalb nicht mehr so stabil sind. Der ausbrechende Kern drückt dann auf das Rückenmark und verursacht entsetzliche Schmerzen. Dies wird dann allgemein als Bandscheibenvorfall bezeichnet.